gutes Wetter


Nach einigen Tagen ohne Einträge hier gibt es hier ein bisschen was aufzuholen… es hat sich einiges an Fotos angehäuft. Aber fangen wir vorne an.

Vorgestern und gestern hatte SCR 24h geöffnet. Ich ließ mir den Spass nicht nehmen und arbeitete am Mittwoch bis 1 Uhr nachts und heute morgen (Freitag – Do. auf Fr. war ja auch offen) fing ich um 5 Uhr an! Sehr schön kann ich sagen, jetzt ist es 8:19 Uhr am Morgen, ich hab schon einiges geschafft und es ist immer noch herrlich ruhig hier! Wie am Wochenende, nur kann man da noch was machen … Und das hab ich auch vor.

Vor zwei Wochenenden besuchten wir bei herrlichstem Herbstwetter, das Delaware-Watergap! Es ist mir dabei ein schlimmes Malheur passiert – ich hatte meinen Kamera-Akku zu Hause vergessen! Deswegen, gibt es diesmal nur Fotos von 4 anderen Kameras. Die habe ich auch schon alle, jedoch sind sie noch nicht sortiert! Das heißt, ich reiche die bei Gelegenheit nach! Die Fotos sind sehr schön, die Herststimmung kommt fantastisch rüber. Also noch bitte etwas Gedult, ich arbeite daran.

Als nächstes fand letzten Samstag mal wieder eine Party in der Spring-Street (ehemals Domizil d. Herren Jurgis und Christoph) statt. An und für sich war ich gar nicht richtig i.d. Stimmung auf Party, ging dann aber doch hin und es war ganz schön. Fotos gibts hier: http://denkungsart.de/2008/26_ssparty10/

Tags darauf, also am vergangenen Sonntag, fuhren wir dann zu viert nach Montauk! Der Ort an der Norspitze von Long-Island, in dem Max Frisch sein gleichnamiges Buch spielen lässt. Man fährt ca. 4h mit dem Auto dort hin, muss durch NY und dann durch die “Hamptons” – die sehr noble Wohngegend der “oberen Zentausend” in New York. Neben den wirklich sehr schönen Orten durch die wir kamen, fiel auf, dass (konsistent über praktisch alle) an den Tankstellen keine Beschilderung mit den Preisen aushing! Entweder die Leute interessieren sich nicht wirklich für den Preis, oder es tankt keiner. Gegen letzteres sprach, dass man einige sehr sehr teure Wagen sehen konnte (u.a. englisch alte Roadster). Überhaupt, die Wohnsituation auf Long-Island ist doch sehr angenehem, die Insel ist nicht breiter als 30-40 Meilen und man hat das Gefühl sich immer in der freien Natur zu befinden. Schwer vorstellbar, dass es eigentlich das am dichtesten besiedelte rurale Gebiet in den USA ist! Mehr nachzulesen im Wikipedia Eintrag.

Wir fuhren jedoch nach Montauk, genossen erstmal ausgiebig den Strand mit den unglaubich hohen Wellen, tappten im kalten Wasser umher (was zu nassen Jeans führte), einen Spielplatz (ich fühlte mich ungefähr wie 9 Jahre alt und hab mich vermutlich auch so aufgeführt) und anschließend an den Leuchtturm an der Spitze von Long-Island – der übrigens der zweit-älteste in den USA überhaupt ist! Nach vielen Fotos und sehr schönen Spaziergängen, noch mehr schönen Steinen (die Nicole nach Farbigkeit auswählte) war es dann fast schon wieder dunkel. Einen Burger noch bei “TJ Friday’s’ (der ok aber nicht überragend war – zumal da jemand direkt neben uns Geburtstag mit 10x “Happy Birthday” Ständchen der Angestellten feierte) und ein sehr schöner Tag am Meer war vorbei. Ich war erst gegen 23 Uhr zu Hause und ziemlich ziemlich müde. Fotos also hier: http://denkungsart.de/2008/27_montauk/

Schon für den nächsten Tag, Montag, waren die dt. interns von CDS nach NY eingeladen. Ein kleiner Empfang im Deutschen Haus (CDS ist ja vor einiger Zeit umgezogen, sie können aber die Räume am East-River noch für bestimmte Occasionen nutzen). Der Ausblick wie bekannt überragend, die Schnittchen ganz lecker – nur der Wein ein wenig teuer (mit $6 pro Glas Rotwein). Insgesamt ging es so in etwa darum, dass wir CDS Mitarbeiter kennenlernen konnten und die uns. Alex und ich nutzten anschließend die Gelgenheit NY mal bei Nacht zu fotografieren und um ca. 23 ging es dann wieder heim. Fotos davon gibt es hier: http://denkungsart.de/2008/28_cds-dinner/

Gestern beim Cafe wurden nun auch schon die nächsten Trips geplant, von denen ich hiermit die Fotos angkündige. Heute (Freitag) geht es nach NY zum Halloween Umzug – mal sehn wie das wird. Desweiteren fahren wir morgen nach Lancaster County und besuchen die dortigen Mennoniten (Amish people u.a.).

Ein herrlicher Samstag, wunderbares Wetter, Sonnenschein über 10 Stunden, milde Temperature. So hätte sich dieser Tag für mich dargestellt, wenn – ja wenn ich nicht in der Arbeit gewesen wäre…

Aber leider war ich wieder einmal am werklen für die Diplomarbeit. Mal sehn was morgen passiert… Für heute ersteinmal nicht viel posting, sondern nur ein paar Fotos, alles von heute.

Ersteinmal, Torsten und Wolfgang frühstückten bei SCR auf dem Balkon. Ich hatte schon zu Hause ein paar Haferflocke und Yoghurt zu mir genommen und trank also nur Cafe und rauchte dazu. Wir redeten, über dies das und jenes. Über einen Blogeintrag, den ich gestern Abend nicht gemacht habe und vielleicht  noch schreiben werde. Und dann gingen wir alle in unsere Cubicles und legten also los, mit Arbeit am Samstag. Uns versündigend, das herrliche Herbstwetter verspottend saßen wir alle vor (wenigstens) zwei Monitoren und blickten dem Elend also, bis es dunkel und kurz vor 10 Uhr war, direkt ins Gesicht…

Sowas nennt man dann wohl ‘nerdig’. So sei es…
Fotos hier http://denkungsart.de/2008/23_scr/ – ich geh jetzt schlafen.

Schlimme Gewissensbisse und Schrecken vor der eigenen Faulheit zu bloggen plagen mich. Ich muss das ändern … (hehe). Andererseits passiert ja auch nicht wirklich viel in meinem Leben, bleiern tröpfeln die Tage dahin und ich stehe auf und bin im gleichen Thema drin wie den Tag davor auch schon. Still vor mich in arbeitend.  Und auch dort sind die guten Leute weg. Jurgis und Christoph sind zwar noch in USA aber mit dem Praktikum durch und Camille ist auch schon nach Hause geflogen. Es sind nur noch 2, vielleicht 3 Leute da mit denen ich mich unterhalten kann, mal nen Cafe trinken könnte. … Bleierne Zeiten.

Aber ich fang nochmal von vorn an – positiver:
Wir hatten schöne Wochenenden hier. Und ich  hab ja sogar was online gestellt vor 2 Tagen, Fotos! Einerseits liegen die ungefähr 2 Woche zurück. Da war ich mit ein paar Leute in NY v.a. um die Inseln anzusehen. Also Liberty-Island (Freiheitsstatue) und Alice-Island (da kamen bis in die 20/30er Jahre die Immigranten rein). War ganz schön. Der letzte größere Ausflug mit Camille leider. Die ist eine Woche später nach Paris zurückgeflogen. Wetter war super und da wir nur zu viert waren, war auch die Gesellschaft sehr angenehm und erlesen. Neben Torsten waren auch noch Wolfgang und Alex dabei – aus Erlangen / Nürnberg. Die Fotos von alledem gibts hier: http://denkungsart.de/2008/21_liberty/

Die andere Fotoserie stammt nun vom letzten Wochenede. Da hatte ich die verrückte Idee, Sonntag nachmittag mal nicht zu arbeiten, sondern tatsächlich an den Strand zu fahren! Einfach so … hehe. Also den Hr. Freese mit eingepackt und ab nach Manasquan. Das ist am Atlantik so ungefähr der nächste Strand von uns aus. Wenn man von Princeton / Trenton ne Linie auf der Karte nach Osten zieht, schlägt man da auf die See auf. Nach 45 Minuten Fahrt waren wir auch da und mit Kameras bewaffnet haben wir den sonnigen, leidlich warmen und insgesamt schönen Nachmittag dort zugebracht. Die Fotos (hier: http://denkungsart.de/2008/22_manasquan/) geben die leise elegische Stimmung vielleicht wieder. Offenen Auges, geschlossenen Mundes und mit mir und dem Wind meist allein verbachte ich dort ein paar Stunden ohne deterministische Petri Netze und Diplomarbeit.

Nun gut – für heute war das mal ein Eintrag mit schönen guten Reiseindrücken. Auch mal nett – nicht nur immer Politk und Weltwirtschaft, nö?

Kommt aber auch wieder – gestern war ja die zweite “presidential debate”. Achja, einer Sache bin ich mir jedenfall ganz sicher nach gestern Abend. Ab November ham wir hier nen neuen Präsidenten!

Nach einer kleinen Sendepasue übers Wochenende, gibt es heute wieder einen Eintrag.
Nichts weltbewegendes ist passiert hier, ich lebe mich nach wie vor ein – was auch immer das heißt.
Am Wochenende habe ich einige neue nette Leute kennengelernt und ein unsympathischer Mensch hat sich als schwierig doch ganz ok herausgestellt…

Heute war wieder mal ‘payday’, das heißt ich habe meine Miete bezahlt (was fast die Hälfte auffrißt) und mir dann noch Obst und Gemüse und Reis im Asialaden gekauft. Bin nach wie vor erstaunt über die guten Preise! Unglaubliche Mengen Obst (Orangen, Mandarinen, Äpfel, Birnen, Bananen) und viel Tofu und 5lbs Reis (ca. 2,7 kg) und Soyamilch für weniger als 30$. Danach gabs noch nen kleine Vorrat an ‘booze’ von Joe Canals. Ein Packen Wein (5 Liter im Plastikcontainer – aber schmeckt echt ganz gut) und ein 12er Pack Bier (je 2×6 versch. Geschmacksrichtungen von einem Hersteller im Karton). Das sollte für 2 Wochen reichen.
Zuletzt war ich bei Walmart und hab mir Laufklamotten besorgt! Klingt jetzt so wie ‘isch geh ma bei Lidl zur Hosenaktion’ – aber meine finanziellen Mittel sind eben beschränkt.  Da gabs dann 4 Tshirts (je knapp 5$), 2 kurze und 1 lange Laufhose und noch eine langärmlige Laufjacke, wenn es mal regnet. Na jedenfalls wird ab morgen gelaufen!
Essen tu ich schon gut und gesund, und jetzt mach ich auch mal was gegen die leichten Rückenschmerzen. Das Wetter passt ja seit dem Wochenende auch und ich sitz grad im Tshirt vor dem Rechner, um immerhin 6 Minuten nach 0 Uhr hier. Das sah vor 1 Woche noch anders aus (Regen und frieren).

Einen Gedanken wollte ich noch thematisieren.
Mein Tag besteht unter der Woche eigentlich aus Aufstehen, Arbeit, Heimkommen und was essen, schlafen gehn. Mit ganz leichten Variationen, aber prinzipiell ist das ungefähr immer gleich.
Was mir z.T. schwerfällt, ist mich vom euphorischen Tageszustand (“es gibt was zu tun, packen wir an”) in den ruhigen Abendzustand (“ich bin müde und mein Kopf hört jetzt auf rumzudenken und ich schlafe gleich ein”) zu begeben. Also richtig schwer! Ich hab das schon immer gehabt, aber hier in Amerika fällt es mir besonders auf. Morgens und Abends diese Transition zu schaffen und den Daseinsmodus ändern! Vielleicht hat das immer noch mit der Eingewöhnung zu tun oder mein Tag ist zu erlebnisarm – weiß nicht. Manchmal brauch ich abends über ne Stunde zum Einschlafen, obwohl ich eigentlich müde bin und gähne. Aber der Kopf denkt rum und rum und ich werd nicht ruhig. Hm.
Kann das irgendjemand nachvollziehen?

Achja, heut war unsere Präsentation. War ganz gut; es hat alles gut gepasst und meine zwei Kollegen und ich hatten seit Donnerstag durchaus was Vorzeigbares auf die Beine gestellt. Im Umkehrschluß heißt das, daß wir nun evtl. öfter mal eine weitere Präsentation machen werden und was Anständiges erwartet wird.
Mal sehn.

Achja – irgendein Spassvogel (ich kann mir fast denken wer es war), hält es für originell ‘obergscheide’ Kommentare hier abzugeben. Nun, ich kann das kontrollieren was veröffentlich wird und was ’spam’ ist.
Zudem find ichs ein wenig traurig, dass jemand soviel überflüssige Zeit hat, aufmerksam den Blog zu lesen und mit anonymisierter IP lange, unoriginelle Tiraden zu verfassen.

Heute ist in Amerika mein Geburtstag!

Es ist heute – nach amerikanischer Notation – der 4/11 – also mein Geburtstag!
Na gut, das ist natürlich so nicht richtig – trotzdem lustig.

Wobei das lustig schon auch daran liegen kann, dass Mary heute wieder hier war und es ’booze’ gab – und zwar eher reichlich. Hatte wenig gegessen und das merkte ich dann schon…
Sie hat nur noch 10 ‘returns’ zu machen und dann ist sie reif für Australien! Das ist so ne Art Rennen, am Anfang der Woche waren es noch 60 – das wurden dann immer weniger und jetzt sind es nur noch 10. Und dann geht es für 3 Wochen nach Australien. Beneidenswert …

Seit ich hier bin war es heute zum ersten Mal richtig schön und warm. Ich bin wieder erst spät aus der Arbeit gekommen und es war schon dunkel aber draußen auf dem ‘deck’ (ne Terasse würden wir sagen) war es wunderbar. Ich sass ne Weile im Schaukelstuhl und hab mich von der Luft liebkosen lassen. Warm und duftend und schmiegsam. Sehr schön.
Mary brachte guten Rotwein (wie so oft) und Gespräche und als sie dann gefahen ist, stand ich mit Doc noch eine Weile draußen vor dem Haus und wir haben uns über Gott und die Welt unterhalten. Waren vielleicht beide ein wenig angeschwipst, aber das tat dem Gespräch nur gut. Ich komme dann in so ne Verfassung, dass ich schneller, schärfer und präziser denke – genau richtig.

Ansonsten gab es heute in der Arbeit etwas Aufregung. Ein Gespräch mit meiner Supervisorin und nen ganz hohen Chef bei Siemens SCR – und Anfang nächster Woche halten ein Kollege und ich eine Präsentation. Lustig ist, dass es sich eigentlich gar nicht um ‘mein’ Projekt handelt, sondern ich eigentlich zwei anderen helfen soll. Meine Supervisorin betreut mehrere Projekte und hat mich da zu 20% eingeteilt – momentan sinds eher 120%.
Andererseits ist es schön, mit dem wenigen Wissen was man als Student ao hat, etwas machen zu können. Das macht Spass und gibt mir das Gefühl zumindest ein ganz klein wenig etwas zu bewegen.

Achja – morgen gibt es (mal wieder) eine kleine Überraschung. Ich sag jetzt nichts dazu, aber morgen gibt es wirklich etwas zu berichten … mal sehn wie das läuft.